Alle Standorte jetzt unter einem Dach

Neues Kasseler Jobcenter eingeweiht: Gebäude bietet Vorteile für Kunden und Mitarbeiter

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Offiziell eröffnet: Das Jobcenter bietet seinen Service jetzt im Neubau an der Lewinskistraße 4 an. Bauherr und Investor ist das Bielefelder Immobilien-Unternehmen Straßberger. Auskunft zu den Baukosten hat der Investor bislang nicht gegeben. 

Das neue Jobcenter ist am Mittwoch eingeweiht worden. Auf 8000 Quadratmetern arbeiten jetzt 320 Mitarbeiter unter einem Dach.

Eine helle und großzügige Empfangszone, bequeme und lichtdurchflutete Wartebereiche, moderne und gut ausgestattete Büros: Das neue Jobcenter Stadt Kassel lässt es an nichts vermissen. Zwischen dem 12. und 23. November waren die gut 320 Mitarbeiter bereits in den Neubau an der Lewinskistraße 4 (Zufahrt über die Wolfhager Straße) umgezogen. Am Mittwoch wurde der 8000 Quadratmeter große Bürokomplex, den die Behörde langfristig von einem Bielefelder Investor mietet, feierlich eingeweiht.

Mussten die Jobcenter-Kunden bislang zwischen vier verschiedenen Standorten im Stadtgebiet pendeln, finden sie jetzt alle Angebote unter einem Dach. „Das ist sowohl für die Kunden als auch für die Jobcenter-Mitarbeiter ein großer Vorteil“, betonte Kassels Bürgermeisterin Ilona Friedrich. Das sei deutlich mehr als eine wesentliche Verbesserung, sagte der Chef der Arbeitsagentur Kassel, Detlef Hesse. Die Behörde plant einen Neubau auf demselben Gelände entlang der Wolfhager Straße.

17 500 neue Kunden hat das Jobcenter seinem Leiter Christian Nübling zufolge im letzten Jahr betreut. Gleichzeitig seien 18 900 Kunden aus dem Leistungsbezug heraus gekommen. „Es gibt sehr viele Erfolge, auf denen wir uns aber nicht ausruhen können“, so Nübling. Mehr als 25 000 Kasseler seien von den Leistungen der Behörde abhängig. „Das sind noch viel zu viele“, konstatierte er.

Glücklich über die Eröffnung: (von links) Agentur-Chef Detlef Hesse, Bürgermeisterin Ilona Friedrich und Jobcenter-Chef Christian Nübling.

Die alten Räumlichkeiten seiner Behörde bezeichnete Nübling als „grenzwertig für Mitarbeiter und Kunden“. Asbest, Schimmel, Hitze im Sommer und Kälte im Winter werde niemand vermissen. Das neue Gebäude sei ein „echtes Schmuckstück“ geworden, das nicht schon beim Betreten Aggressionen auslöse, sondern ein Wohlfühlgefühl. „Bei unseren Kunden geht es manchmal um die Existenz. Da liegen die Nerven auch mal blank“, berichtete Nübling. Er hoffe, dass sich das neue, moderne Gebäude positiv auf die Stimmung auswirke. Die Mitarbeiter profitierten überdies von der guten Ausstattung, den kurzen Wegen und dem leichteren Austausch mit Kollegen.

Nübling kündigte überdies zwei Neuerungen an: Zum einen sei eine App geplant, mit der Kunden Termine für den Eingangsbereich vereinbaren könnten. Zum anderen werde demnächst testweise ein Servicecenter eingerichtet. „Viele Probleme lassen sich einfach durch einen Anruf dort lösen“, ist sich Nübling sicher.

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